Vom Straßenrand in den Hochzeitsteich – mit Deiner Hilfe!

Gastbeitrag von Svea Jahnk

Noch liegt Schnee auf den Höhen der Rhön, die letzten Fröste liegen erst wenige Tage zurück und die Teiche wirken noch verwaist.

Doch mit den ersten milden Tagen erwacht das Leben am Boden: Frösche, Kröten und Molche machen sich bald wieder auf den Weg zu ihren Laichgewässern.

Was für uns nach einem unscheinbaren Naturereignis klingt, ist für die Amphibien alljährlich eine gefährliche Reise mit Hindernissen.

Ein Brennpunkt liegt auch in diesem Jahr am Straßenabschnitt zwischen Kaltensundheim und Aschenhausen. Hier kreuzen die Tiere auf ihrer Wanderung die Fahrbahn und geraten dabei schnell unter die Räder.

Damit aus den Reisenden keine Verkehrsopfer werden, errichten der Landschaftspflegeverband „Thüringer Rhön“ e.V. und die Natura 2000-Station Rhön rechtzeitig einen mobilen Amphibienschutzzaun.

Ist der Zaun aufgebaut, beginnt die eigentliche Rettungsaktion: Die Tiere werden aus den Fangeimern entlang des Zaunes eingesammelt, gezählt und sicher auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder ausgesetzt, damit sie ihre „Hochzeitsgewässer“ unversehrt erreichen.

Für diese wichtige Aufgabe werden auch in diesem Frühjahr wieder engagierte Freiwillige gesucht. Jede helfende Hand trägt dazu bei, hunderte Amphibien vor dem Straßentod zu bewahren und einen aktiven Beitrag zum Artenschutz in der Region zu leisten.

Wer mit anpacken möchte, kann sich direkt beim Landschaftspflegeverband per E-Mail an info@lpv-rhoen.de oder telefonisch unter 036946-296719 melden.

Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden sich außerdem über die Freiwilligenplattform RegioCrowd unter: https://www.regiocrowd.com/rhoen.

Wenn also die Nächte wieder milder werden und es am Straßenrand leise quakt, heißt es: Gemeinsam den Weg freimachen für den Amphibien-Nachwuchs der Rhön.